COVID-19

COVID-19 ist in erster Linie eine Lungenerkrankung, welche durch das SARS-CoV2 Virus ausgelöst wird. Jedoch ist regelmäßig die Auswirkung auf den gesamten Menschen zu berücksichtigen. So kommt es oft zu einer Beteiligung des Gefäßsystems, des Herzens, der Nieren und weiterer Organe.  Bei der Mehrzahl der Erkrankten verläuft die Erkrankung milde und es  bedarf keiner speziellen Nachsorge. Einige Patienten erkranken jedoch  schwer und benötigen bei Vorliegen einer Lungenentzündung eine Behandlung im Krankenhaus und eventuell sogar eine intensivmedizinische Behandlung. Nach einem schweren Verlauf der Erkrankung bestehen bei vielen Patienten anhaltende Beschwerden. Zudem können sich bei einigen Patienten nach der anfänglichen Besserung, Komplikationen durch eine Vernarbung der Lunge oder durch eine Durchblutungsstörung der Lunge einstellen. Ziel der strukturierten Nachsorge ist es, die Ursache für anhaltende Beschwerden zu erkennen und zu behandeln. Von größter Bedeutung ist hierbei das Verhindern von dauerhaften Schäden.

COVID-19, SARS-CoV2 Pneumonie

Strukturierte COVID-19 Nachsorge

Etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Abschluss der Akutbehandlung sollte eine erste Internistisch-Lungenfachärztliche Untersuchung erfolgen. Hierbei geht es um eine Bestandsaufnahme der fortbestehenden Symptome. Oft besteht zu diesem Zeitpunkt weiterhin Husten, Kurzatmigkeit und eventuell noch immer Sauerstoffbedarf. Zudem müssen psychische Störungen,  Gewichtsverlust, Muskelschwund und allgemeine Schwäche berücksichtigt werden. Auch neue Symptome müssen hier erkannt werden. Hervorzuheben sind hierbei insbesondere Thrombosen und Embolien sowie Probleme des Herzens.

Etwa 12 Wochen nach dem Abschluss der Akutbehandlung erfolgt die erste umfassende Untersuchung. Nach der erneuten Beurteilung des Behandlungsverlaufes sollte nun auch eine Radiologische Verlaufskontrolle  des Röntgenbefundes erfolgen. Mittels Lungenfunktionsuntersuchung erfolgt  die Beurteilung der Atemwege, der Lungenvolumina und der  Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff aufzunehmen. Die Beurteilung des Herzens  und der Lungendurchblutung erfolgt mit EKG und Herzultraschall. Bei  krankhaften Befunden ist eine weitere Abklärung erforderlich. Je nach  Fragestellung kann hierzu eine hochauflösende Computertomographie der  Lunge, eine computertomographische Gefäßuntersuchung der Lunge oder  weitere Untersuchungen erforderlich werden.

Wenn 12 Wochen nach der  Beendigung der Akutbehandlung keine krankhaften Befunde bestehen, ist davon auszugehen, dass die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist.